Der Kasseler Herkules im Nebel Lange Zeit schon haben wir keine Grüße in den Internet-Äther gesendet, weil einfach nichts Meldenswertes passierte.
Unser Leben läuft die ganze Zeit super, wir sind sehr zufrieden und glücklich zudem auch noch.
Doch um unser Travelfilmer-“Tagebuch” nicht ganz austrocknen zu lassen, schreiben wir heute von unserem Wellnesswochenende in Bad Emstal, nah bei Kassel.
OK, ich sag’s lieber gleich, ehe jemand von unseren werten Lesern (zugegeben, inzwischen sind es nur noch wenige) am Ende enttäuscht ist: im weißen Wellness-Bademantel oder gar im Eva-Adams-Kostüm auf einer Saunapritsche sitzend werdet ihr uns hier nicht sehen.
Dafür vielleicht eine Anregung für eure eigene (Wochenend-)Kurzreise.
Wir buchten ein noch relativ preiswertes Hotel für drei Nächte, das Parkhotel Emstaler Höhe.
Das Ganze kostete inkl. Frühstück, einem Candlelight-drei-Gänge-Menü und einem Obstkorb mit Begrüßungssekt auf dem Zimmer ca. 550,- Euro.
Inklusive ist außerdem (und das ist sehr interessant): jeweils ein Besuch für uns beide im Freizeitbad Arobella, in der Weser-Therme in Bad Karlshafen, in der Kurhessentherme Kassel und unzähligen weiteren Angeboten in der Umgegend, die in einem vom Hotel bereitgestellten Heftchen aufgelistet wurden.
Kann man gar nicht alles wahrnehmen.
Da sind also noch so Angebote wie Museen, Planetarium, Schlössern, Minigolf etc..
Öffentliche Verkehrsmittel wären auch noch frei gewesen!
Der Kasseler Herkules
Der Besuch beim Herkules war eh kostenfrei, jedenfalls in den Wintermonaten.
In dieser Zeit laufen auch die Wasserfälle des Kataraktsystems nicht.
Die Terrassen hoch- bzw. runterlaufen kann man dennoch, bei uns waren die Treppenstufen allerdings teilweise noch ganz schön vereist.
Grundsätzlich wollte ich den “Kollegen” schon immer mal besuchen, meist fiel er mir auf der Vorbeireise auf der Autobahn A7 ein, wenn wir sowieso froh waren, unser Ziel zu erreichen und darum keine große Lust auf einen Abstecher verspürten.
Letztes Wochenende lag der Hühne zwar im Nebel, fast nur seine Umrisse waren zu sehen.
Doch die gesamte Anlage hat mich geflasht: was die damals (ab ca. 1701 – 1717) doch für gewaltige Bauanstrengungen unternahmen, um diese beindruckenden (filmreifen) Terrassen mit ihren Wasserfällen zu errichten.
Blick vom Fuße des Herkulessockels hinunter zur im Nebel liegenden Stadt Kassel
Wenn der Herr Muskelprotz aus Griechenland sich nebelbedingt schon nicht richtig ansehen lassen will, so will wenigstens ich vertretungshalber mein Bestes geben 😉
Unsere Paradiesschilder werden für die Winterzeit gereinigt und weggepackt.
Grimmige Märchen
Die Kasseler Gegend liegt an der Deutschen Märchenstraße, wo man insbesondere auf den Spuren der Gebrüder Grimm wandeln kann.
In unserem Hotel belegten wir eines der Märchenzimmer, Frau Holle.
In der Nähe liegen unter anderem Wolfhagen mit seinem Stadtmärchen «Der Wolf und die sieben Geißlein».
Etwas östlich von Kassel wiederum liegt der Ort Nieste, wo es sie noch geben soll, die lebendigen Märchenfiguren: den Niester Riesen, die drei Schwestern aus dem Gläsnertal, die böse Frau Holle oder den Sensenmann und viele andere.
Wir zwei besuchten schließlich die Grimm Welt in Kassel, wo die beiden Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mehr als 30 Jahre lang lebten.
Was viele vielleicht nicht wissen (uns war es jedenfalls nicht geläufig) begannen hier die Brüder insbesondere ihre Arbeit an einem Deutschem Wörterbuch und daneben wurden sie Autor noch viele weiterer Bücher, beisielsweise über Rechtspraxis und Rechtsanschauung.
Das Museum ist sehr interessant gestaltet, man muss allerdings auch etwas lesen wollen (die Info an den Exponaten).
Im Hotel belegten wir das Zimmer 110, das «Frau Holle-Zimmer» (hier das Kopfteil unseres Bettes), also lag es uns überhaupt nicht fern, die Grimm-Welt in Kassel zu besuchen.
Schnee und Frost
Ja, den tiefen Frost und Schneefall von Januar/Februar 2026 muss ich einfach mal dokumentarisch festhalten, nachdem doch schon “Wissenschaftler-Klimaforscher” vor mehr etwa zwanzig Jahren behaupteten, wir würden niemals mehr einen Schneewinter bekommen – wegen Klimawandel (Berliner Zeitung).
Nun, es stimmt schon, dass unsere staatlich/von den Komunen gesteuerten Winterdienste einige Schwierigkeiten mit der Schneeräumung hatten, weil man es einfach nicht gewöhnt ist, wenn es dann doch mal mehr als zehn Zentimeter schneit.
Doch uns hat’s gefreut: schöne Bilder und Spaziergänge im Schnee .
Diesen Winter freuen wir uns über den wiederholt fallenden Schnee 🙂
Claudia liebt diese Makroaufnahmen mit den kleinen Frostkristallen
Bleibt in der Liebe, haltet zueinander und pflegt eure Kontakte!
Und: passt gut auf euch auf!
Eure
Das lustige Schneemann-Hintergrundbild hat Claudia gemalt.