Eine Herde weißer Pferde

Galoppierendes Pfohlen
Ferien in Lipizza hieß eine Fernsehserie, die wir als Kinder jeden Freitag Abend mit glänzenden Augen vor dem Fernsehgerät verfolgten. Penibel gaben wir acht, dass wir keine der insgesamt dreizehn Folgen verpassten. Die Handlung der Serie entwickelt sich wie bei Heimatfilmen üblich: Die siebzehnjährige Julka verbringt die Ferien bei ihrem Onkel Dimitri auf einem Gestüt …

Nun, denken wir uns, das „spielen wir nach“ und verbringen heute auch einmal wenigstens ein paar Stunden auf einem Gestüt. Genauer gesagt: auf dem Gestüt in Lipizza, wo die beliebten weißen Pferde mit ihrem sprühenden und freundlichen Charakter auf uns warten.

Die Urheimat der Lipizzaner, der Ort Lipica, ist ein Ortsteil von Sežana. Wir erreichen es von er italienisch-österreichischen Grenze, ohne eine Slowenien-Vignette kaufen zu müssen. Die freundliche Vignettenverkäuferin in ihrem kleinen Häuschen am Grenzübergang erklärt uns, dass wir nach der Grenze sofort rechts in Richtung Sežana abbiegen können und schon sind wir auf einer vignettenfreien Landstraße. Na – das ist doch ein Wort und schon ist unser Diesel in diese Richtung angefahren, eilt schnurstracks hin zu den Pferden. Die einhundertzehn Pferdestärken unter seiner Motorhaube freuen sich ganz offensichtlich auch auf das Treffen mit weiteren hunderten noblen Pferdestärken ganz in Weiß.

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