13. Oktober 2026

September 2026 – Radebeul

Im Indianermuseum

Als wir im September für ein paar Tage in die Sächsische Schweiz und nach Dresden fahren, war eines meiner Hauptanliegen ein Besuch im Indianermuseum Radebeul. Dieses besuchte ich als siebenjähriger Junge bereits einmal auf einer Ausflugsfahrt mit unserer Ferienlager-Gruppe. Bereits damals stand ich total auf Indianer (Stichwort: Gojko Mitić).

Zum Glück regnete es am Sonntag Mittag bei unserer Ankunft in Sachsen, so dass wir beschlossen, gleich noch vor dem Einchecken im Hotel nach Radebeul ins Karl-May-Museum zu fahren. 56 Jahre habe ich nun also auf dieses “Wiedersehen” gewartet .

Das Indianermuseum heißt heute eigentlich Karl-May-Museum, doch zur Zeit der DDR wurde es Indianermuseum der Karl May-Stiftung genannt. Mich erinnert der neue Name an einen Ausspruch von Gojko in einer Fernseh-Talkshowrunde der letzten Jahre:

“Ich werde immer Indianer sagen.”
Im Museum finden wir entlang eines Gartenweges auch ein paar Karikaturen, die die Wortumdeutungen der letzten Jahre auf die Schippe nehmen (wo diese ja auch hingehören): Karikaturen.

Vor dem Karl-May-Museum In der Villa Bärenfett
Thema Gojko Mitić

Im Museum erinnern sich die Mitarbeiter gerne an die regelmäßigen Besuche von Gojko hier im Museum (ca. 2-3 Mal jährlich, er ist einer von zwei “Botschaftern” des Museums). Als ich mit dem Kioskbetreiber (zwischen 50 und 60 Jahre alt) auf dem Gelände ins Gespräch komme, sind wir schnell bei Gojko und seine Augen leuchten. Mit Begeisterung erzählt er von Gojko und seinen Autogrammstunden und seiner freundschaftlichen Natürlichkeit allen gegenüber. Gojko ist trotz seines Star-Status nie abgehoben, immer “einer von uns” geblieben.

Solche Reaktionen zum Thema Gojko Mitić kenne ich ja längst. Überall, wo sein Name fällt (meist fange ich damit an ) beginnen die Augen zu leuchten und die Stimmen werden warm. Da ändern all die Kriegspfade auch nichts mehr dran, die Gojko in seinen Filmen einst beschritten hatte ).

Die Exponate

Alle Exponate sind Originale aus den USA. Kleidungsstücke wurden oft den lebensgroßen Puppen angezogen. So kommen sie zusammen mit den verschiedenartigen Bemalungen der Köpfe und Körper zur Geltung. Erst kürzlich wurde die frisch restaurierte Schwarzfußindianerin in die Ausstellung zurückgegeben, die dann auch prompt von Botschafter Gojko Mitić getauft wurde. Zwei kleine Räumlichkeiten der Villa Bärenfett waren während unseres Besuchs aufgrund von Restaurierungsarbeiten geschlossen. Das Museum arbeitet so Stück für Stück an der Erhaltung der Ausstellungsstücke.

In der benachbarten Villa Ntschotschi können wir eine der wechselnden zeitgenössischen Kunstausstellungen aus indianischer Hand bewundern. Insbesondere Claudia freut sich über die aussagekräftigen und meist farbgewaltigen Bilder (Claudia malt ja ebenfalls).

Und schließlich steht uns noch die Villa Shatterhand offen, in welcher der Museumsshop mit weiteren Informationen und Fachliteratur aufwartet. Zudem kann man hier durch die Wohnräumlichkeiten Karl Mays schlendern.

«Path of the Medicine», Dwayne Frost Büste von Winnetou

Bleibt in der Liebe, haltet zueinander und pflegt eure Kontakte!
Und: passt gut auf euch auf!
Eure Thomas und Claudia

 

«The Buffalo Runners» von Frederic Remington (1861 – 1909)