Roman um einen an der US-amerikanischen Ostküste ankernden Luxusliner im Jahre 1914
Schöne Kulisse
Bar Harbour – als ich diesen Ort als Handlungsrahmen für die Geschichte im Buch las, war das Buch sofort mir (ich glaube, das Buch stammt aus einem Bücherschrank). Claudia und ich verbrachten in Bar Harbour und Umgebung ja bereits ein paar schöne Tage im Mai 2014, als wir für unseren ersten USA-Dokufilm unterwegs waren. So etwas liest man ja dann immer gerne, wenn man dann vielleicht sogar bestimmte Umgebungen oder Ortsnamen von eigenen Besuchen wiedererkennt.
Die Personen
Zugegebenermaßen, hier bedient die Autorin eindeutig Klischees. Die handelnden Personen haben klare (meist positive) Eigenschaften, die sie im Verlaufe der Geschichte kaum mehr ändern, sondern vielmehr immer wieder bestätigen. Bei Kapitän Polack weiß man sich jederzeit in guten und loyalen Händen. So, wie es sich also für eine Führungspersönlichkeit mit verantwortungsvoller Stellung auch “gehört”. Das läßt uns schon mal in sicherer Behaglichkeit schwelgen.Der wichtigste Protagonist des Romans, der zweite Offizier Fred Vandermark, wird als Traum von einem Mann dargestellt, sowohl für potentielle Heiratskandidatinnen sowie auch als “Maßstab” für andere Männer. Er erscheint stets souverän, sowohl in seinem Dienst auf dem Schiff als auch im Umgang mit Menschen. Die Frauen sind hinter ihm her. Ein Klischee, ja klar. Aber manchmal will man genau so eine Geschichte.
Temperence C. Butler, eine der wichtigsten Persönlichkeiten in Bar Harbour, dem Ort, vor dem der Luxusliner Kronprinzessin Cecilie einen Sommer lang ankert, verkörpert einen anderen klischeehaften Charakter. Stets wirkt sie auf mich sehr angenehm und sympatisch, obwohl ihre Einmischung in die privatesten Angelegenheiten anderer eigentlich mindestens einer Rüge bedürften. Die gealterte Patriarchin weiß immer was sie will und ist auch in der Lage, all ihr Wollen und alle ihre Wünsche durchzusetzen, also stets zu bekommen, was sie will. – Nun, nicht immmer. Aber ich will der Handlung an dieser Stelle ja nicht vorgreifen.
Es gibt noch viele weitere Persönlichkeiten im Buch, die einer Erwähnung wert wären und deren Charakter ebenso geradlinig, also menschlich vorbildlich, angelegt wurden. Doch das würde diese Rezension sprengen. Fakt ist, man weiß immer, woran man mit den jeweiligen Protagonisten zu jeder Zeit ist. – Normalerweise ein eher negatives Kriterium für einen interessanten Roman, doch mir taten diese Konstellationen gerade gut und käme mir wieder ein Buch dieser Autorin in die Finger (vor allem, wenn es am Meer spielt), dann würde ich es wieder lesen.
Fazit
Eigentlich habe ich es eben geschrieben: ich würde auch noch ein weiteres Buch von Sandra Paretti lesen. Das haben in früheren Jahren wohl auch weitere Leser so gesehen, denn die weltweite Gesamtauflage ihrer Bücher übersteigt die 30 Millionen-Grenze (in 28 Sprachen!).
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Claudias Fazit
Claudia hat natürlich ihre eigene Meinung zu dem Buch | |||||
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