Am Horizont das Meer

Roman von Anika Beer

Seichte Kost mit Sehnsucht zum (Mittel-)Meer

Ein seicht geschriebener Roman so richtig schön als Urlaubs- und Strandlektüre geeignet. Nicht tiefgründig, fast schon voraussehbar. Doch genau das macht dieses Buch auch so wunderbar geeignet für die schönste Zeit des Jahres.

Die Beziehungen zwischen den Akteuren sind einfach gestrickt, manchmal erschienen mir einige Dinge nicht genug herausgearbeitet. Doch das jeweilige Ergebnis wurde benötigt, damit die Geschichte so weiterlaufen kann, wie von der Autorin beabsichtigt.

Da ist zum Beispiel die bereits siebenjährige Liebesbeziehung zwischen der Hauptakteurin Sofia und ihrem Freund Oliver. Sofia bügelt die ernsthaften Versuche von Oliver, Sofia zu helfen derart lapidar ab, dass sich der Leser unwillkürlch fragt, wie die beiden überhaupt so viele Jahre miteinander aushalten konnten.

Sieht man über solche Dinge hinweg, macht das Lesen Spaß. Es geht ans Meer an der Costa Brava und ich konnte mich sehr gut in die Orte, die mediterane Umgebung und auch die Menschen dort einfühlen. Eine spanische Urlaubsstimmung mit Sonne, Sand und Meer kam auf jeden Fall auf.

Das Happy-End kam wie erwartet wie im Groschenroman. Aber gerade das läßt den Leser (also mich) am Ende, irgendwie ganz zufrieden mit dem Ausgang der Geschichte, das Buch zuklappen.