Die schlimme Brigitt

Erzählung von Gerhard Ringeling (1887 – 1951)

Geschichte der Kapitänsfamilie Behn aus Wustrow

Dieses nur 116 Seiten dicke Leseheft fand ich bei einem Dezemberurlaub in einer Wustrower Buch­handlung. Ringeling gehört zu den Kennern der Menschen dieser (Ostsee-)Region, die ich selbst als sieben­jähriger Junge in einem zwei­wöchigen Urlaub kennen­lernte. Damals verliebte ich mich im Fischerdorf Wustrow für mein ganzes rest­liches Leben un­sterb­lich in das Meer. Und so ist es kein Wunder, dass ich gerade dieses Büchlein, dessen Handlung in Wustrow spielt, aus dem Regal nahm.

Die Geschichte dreht sich um Brigitt, die Enkelin eines alteingesessenen Wustrower Kapitäns, die am Anfang ihres Lebens innerhalb der Familie (und ebenfalls des Dorfes) einen schweren Stand hatte. Grund: ihre Mutter ist eine von “Buten”, eine Auswärtige aus Dänemark. Erst nach dem Tod beider Eltern des Mädchens nimmt sich der alte Kapitän Behn ihrer an. Brigitt lernt sich frei zu entwickeln und fährt später – zuerst mit ihrem Großvater – und danach allein als Kapitänin zur See.

Die manchmal für uns Landratten nicht geläufigen semännischen oder auch nur nordischen Begriffe werden am Ende des Buches erklärt.

Die schlimme Brigitt war meine erste Erzählung von Gerhard Ringeling. Zuvor hatte ich noch nicht einmal von ihm gehört.

Nachtrag August 2021: Und weil mir Fischland und der Darß und besonders Ringelings Art zu Schreiben so gut gefielen, las ich später noch den Band Erzählungen vom gleichen Autor.