Humorvoller Roman um eine Bootsreise
Dieser Satz an einem Tisch vor drei Freunden ausgesprochen begründet die dann folgenden ca. 300 humorvollen Seiten einer Bootsreise auf der Themse.
Der Autor benutzte als Hauptprotagonisten für diese in einen Roman gegossene Bootsreise sich selbst (Jerome) und zwei seiner tatsächlichen Freunde, Georg und Harris. Obwohl die Originalreise tatsächlich im Jahre 1888 mit seiner Frau stattfand und derer beider Hochzeitsreise war.
Von Packlisten, Packerei und Wettervorhersagen
Jerome greift sich immer wieder einzelne Begebenheiten oder sogar “hätte–so–passieren–können”-Begebenheiten oder “habe–ich–mal–gehört”-Begebenheiten heraus und wälzt sie dann genüsslich auch mal über mehrere Buchseiten aus.
Man kann sich das so vorstellen, als säße er an bei einer Familienfeier mit den Gästen um einen Tisch herum und unterhält sie mit seiner humorvollen Erzählkunst.
Freilich, nachdem einer der Gäste zuvor angeregt hatte (einer meiner Onkels tat dies immer auf unseren Familienfeiern): «Erzähl uns doch mal einen Schwank aus Deiner Jugend. – Kann auch gelogen sein …»
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Themen für derartige Geschichten sind beispielsweise die Besprechnung der Packlisten für die zweiwöchige Bootsreise der drei künftigen Urlaubs-Bootsreisenden (12 Seiten – und da sind die Lebensmittel noch gar nicht dabei!), das Packen selbst (8 Seiten) oder ganz einfach das Wetter und dessen (fragwürdige) Voraussagen (6 Seiten).
Bei der Packlistenbesprechung sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass diese auch deshalb so lang wurde, weil der Erzähler (Jerome) zwischendurch zum Aufhängen eines Bildes durch seinen Onkel Podger abschweifte, was alleine schon 5 Seiten in Anspruch nahm. Dies geschieht – wohlgemerkt – immer in seiner wohl typisch englisch humorvollen Art.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse beim Packen von Urlaubskoffern wurde in dem Buch herausgearbeitet und ich möchte diese Stelle wegen ihrer praktischen Nützlichkeit (auch noch in unseren Zeiten) gerne hier zitieren:
Witzig: Zitate über das Arbeiten
Der Autor macht sich gerne über das Arbeiten lustig, was ich ebenfalls sehr witzig finde. Folgender, von mir schon seit Jahren immer wieder gern genutzter Ausspruch stammt offenbar aus diesem Buch:
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Fazit
Als ich das Buch in einem öffentlichen Bücherschrank fand, hatte ich den Namen des Autors Jerome K. Jerome noch nie gehört. Ich nahm es einfach deshalb mit, weil die Größe und äußere Aufmachung inklusive der Illustrationen einem Buch von Erich Kästner entsprach (Drei Männer im Schnee), welches wir kurz zuvor lasen und das uns beiden sehr gut gefallen hatte (das Kästner-Buch haben wir hier nicht rezensiert, weil es nichts mit «Küsten, Inseln und Meer» zu tun hat). Erst aus dem Internet erfuhr ich, dass der Autor (Jerome K. Jerome) sehr bekannt ist bzw. war und mit diesem Roman einen großen internationalen Erfolg landen konnte.
Es ist keine Reisebeschreibung, mehr eine Humoreske, die sich kurzweilig lesen läßt und durchaus auch einem gewissen intellektuellen Geist aufweist. Ich bin froh, dieses Buch gefunden und gelesen zu haben, kann mir auch vorstellen es (stellenweise) erneut zu lesen. Doch ein weiteres Buch in genau der gleichen Art benötige ich nicht. Ich habe das Gefühl, diese Themen sind in Drei Mann in einem Boot bereits erschöpfend behandelt.
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Claudias Fazit
Claudia hat natürlich ihre eigene Meinung zu dem Buch | |||||
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