Schaurige Schmugglergeschichte aus der Hochmoorlandschaft des nordöstlichen Cornwall
Dass ich erst auf meinen Ruhestand warten muss, um diese ungelesenen Buchschätze aus meinem Bücherregal wieder nach vorne zu bringen, hätte ich vor diesen weit mehr als dreißig vergangenen Jahren nicht gedacht. Doch nun habe ich diese Romane endlich wieder ausgegraben und gelangen in unsere Vorlesestunde.
Zur Handlung
Der Roman spielt im Schmuggler-, Piraterie und Strandräubermilieu der 1820er Jahre. Er ist aufgebaut wie ein Krimi, in dem, um was es geht, sich erst allmählich erklärt und deren Haupttäter danach erst kriminalistisch ermittelt werden muss (was den aufmerksamen Leser allerdings nicht auf eine unlösbare Aufgabe stellt).
Daphne Du Maurier beschreibt dabei nebenbei treffend die wilde Schönheit einer Landschaft, die sie selbst bewohnte und liebte. Es ist das öde Moorland von Cornwall im Süden Englands.
Meine Eindrücke zum Roman
Die Geschichte wird in einfachen Sätzen geschrieben, was kein Nachteil ist. Doch fast unmittelbar nach der Lektüre der Bücher Reis aus Silberschalen oder Das einfache Leben spüren wir als Leser das genau (vielleicht liegt es an der Übersetzung von Siegfried Lang?).
Das Gasthaus Jamaica mitsamt des umgebenen Moorlandes erzeugen in mir ein etwas düsteres, beklemmendes Umfeld, das sich durch den Roman zieht. Doch vielleicht ist dies der Grund, warum Alfred Hitchcock diesen Roman (stark abgewandelt allerdings) im Streifen «Die Taverne von Jameika» bzw. «Riff-Piraten» im Jahre 1939 verfilmte.
Manche Charaktereigenschaften der Protagonistin Mary Yellan scheinen mir etwas an den Haaren herbeigezogen. Ich kann mir zum Beispiel das plötzliche Selbstbewußtsein kaum vorstellen, dass die 23-jährige Mary, die bisher nie aus ihrem Geburtsort Helford herauskam, nach ihrem Umzug ins Moorland gegenüber ihrem dominanten Onkel Joss Merlyn entwickelt.
Eine kleine Freude geht oft durch meine Brust, wenn ich bei älteren Buchausgaben (hier Mitte/Ende der 1980er) etwas wie folgendes lese:
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Fazit
Zweifellos versteht die Autorin es, Spannung aufzubauen, indem sie Schicksale miteinander verknüpft. Sucht man also Spannung – gepaart mit ein wenig Düsternis – dann ist man beim “Jamaica Inn” richtig.
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Claudias Fazit
Claudia hat natürlich ihre eigene Meinung zu dem Buch | |||||
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