Eine deutsche Familie in den 1950ern Ostasien
Zur Autorin
Alice M. Ekert-Rotholz schrieb ihre Romane aus eigenem Erleben, ihre Bücher verkauften sich im letzten Jahrhundert wie warme Semmeln. Das bedeutet nicht, dass die Geschichten alle wirklich so passiert sind, jedoch hat die Autorin die Länder, die Menschen und die Interaktionen zwischen ihnen selbst zu genau der Zeit selbst erlebt, in der ihr Roman spielt. Sie lebte zum Beispiel von 1939 bis 1952 in Thailand. Ihre dort gesammelten Erfahrungen spürt man bei jedem Charakter, jeder Person, die sie erschafft, das fließt ein in jede der Handlungen, die das Leben der Siamesen, Chinesen etc. in ihrem Buch mit sich bringen. Es wirkt alles authentisch.
Was mir gefiel
Das Buch zog mich von der ersten Seite an in seinen Bann, die Atmosphäre des Fernen Ostens und das gesamte tropische Umfeld rissen mich sofort mit. Das mag daran liegen, dass ich die Tropen, besonders Südostasien und die Menschen dort liebe, die ich selbst freilich nur von unseren Urlauben her kenne. Oft ertappe ich mich dabei zu sagen oder denken: ‘Ja, so ähnlich verhielten sich die Einheinmḿischen im letzten Baliurlaub auch’.
Die Autorin kann das Innere von Menschen, auch von uns teils sehr verschiedenen Südosstasiaten erstaunlich gut nachfühlbar und gekonnt zu Papier bringen. In Menschen(-kenntnis) und sich daraus ergebenen gesellschaftlichen Zusammenspiel ist sie eine wahre Meisterin.
Ekert-Rotholz arbeitet die kulturellen Unterschiede (trotz allen Lächelns im Land des Lächelns) scharf heraus. Die Verschiedenartigkeit der Lebenseinstellungen der unterschiedlich sozialisierten Menschen im international belebten Bangkok der damaligen Zeit führen zu gesellschaftlichen und privaten Intrigen, die vom aufmerksamen Leser nachvollziehber verstanden werden können.
Klischees?
Wer Südostasien liebt, der wird viel Bekanntes und Vertrautes im Roman wiederfinden, dem wird dieses Buch gefallen. Das mag daran lieben, dass es Klischees gibt, die man mit Asien verbindet und die im Buch auch wiederzufinden sind. Bei diesen Klischees geht es um die Menschen und deren Lebenseinstellungen, sowohl der Asiaten als auch der Westlichen, als auch um die Häuser und Gassen sowie des Klimas und der gesamten Landschaft. Doch wer – auch heute noch – irgendwo in Südostasien aus aus dem Flugzeug steigt, findet diese Stereotype sofort schon am Flughafen und auf der Fahrt von dort ins Hotel bestätigt. Südostasien ist eben “Wunderland” :-).
Fazit
Alice Ekert-Rotholz kannte ich vor Reis in Silberschalen gar nicht, doch inzwischen stehen die nächsten drei Bücher dieser Autorin (aus dem Antiquariat) bereits wieder in meinem Bücherregal :-).
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Claudias Fazit
Claudia hat natürlich ihre eigene Meinung zu dem Buch | |||||
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