01. April 2015

April 2015

Reisen = unterwegs sein (Vietnam)

Wenn einer eine Reise tut, dann ist er mitunter rastlos unterwegs. Ziel ist das Reisen selbst. So ging es uns in den letzten Wochen in Vietnam. Von der Insel Phu Quoc als südlichsten Punkt des Tropenlandes bis in den äußersten Norden bei Sapa führte uns die Rastlosigkeit des Backpackers.

Vietnam ist für diese Art des Reisens geradezu prädestiniert. Denn ganz gleich, wie man weiterkommen möchte – es sind die verschiedensten Fahrzeuge möglich. Im Mekong-Delta sind das ganz klar die Reisdschunken bzw. deren für Passagiere umgebauten Pendants. Auf den ganz schmalen Kanälen kommt man wiederum gut mit den Sampans voran, den einheimischen Ruderbooten, die von einheimischen Ruderern, meist jedoch Ruderinnen vorangetrieben werden. Auf dem Festland bieten sich die Eisenbahn und Busse an.

In den meisten Fernbussen Vietnams fährt man bequemer als in vielen deutschen Bussen: der Abstand zwischen den Sitzen ist enorm. Viele Vietnamesen nutzen den Raum auch aus, indem sie die Lehnen der bequemen Sessel weit nach hinten herunterlassen und sofort wegnicken (die Lehnen gehen echt viel tiefer einzustellen, als in unseren Fernreisebussen). Inzwischen hat man in diesem südostasiatischen Land sogar Schlafbusse eingeführt. Im Doppelstocksystem schläft man sich bis zum Zielort munter. Die Schuhe werden am Eingang ausgezogen und in Plastiktüten verpackt. Bei einem Zwischenstopp als Gelegenheit zur Toilette zu gehen (Toiletten sind nicht im Fahrzeug integriert), werden die in Asien allzwecktauglichen Gummilatschen benutzt, die das Verkehrsunternehmen zur Verfügung stellt. Alles für die Bequemlichkeit seiner Fahrgäste.

Bahnfahren ist ebenso einfach in Vietnam; zwischen Saigon (= Ho Chi Minh Stadt) und der Hauptstadt Hanoi verkehren mehrere Züge täglich in beiden Richtungen. Auch Schlafwagen sind buchbar. Wichtig: besser die Fahrkarten schon zwei, drei Tage vor der Fahrt buchen: es gibt ausschließlich Platzkarten und die Wagen sind kurzfristig oft bereits ausgebucht.

Selbst Fahrten mit Taxis sind in Vietnam erschwinglich. Für weite Strecken günstiger als Taxis sind jedoch die sogenannten “private cars”, die PKW’s mit Chauffeur. Ausländische Touristen dürfen in Vietnam nicht selbst PKW fahren. Also werden die Mietwagen, die “private cars”, eben mit Fahrer vermietet. Wir selbst sitzen gemütlich im Fond und fühlen uns ein wenig wie Vorstandsmitglieder eines Konzerns.

Eine gute Möglichkeit zum Bestellen von Taxis oder Mietwagen sind die Rezeptionen der Hotels: da kann man sich ziemlich sicher sein, das die Taxameter nicht zu schnell rasen bzw. die Preise für “private cars” im günstigen Rahmen bleiben.

Das Mitfahren auf Motorrädern wird häufig auf den Straßen angeboten, auf den sogenannten Xe-Om’s, den Motorradtaxis. Das ist jedoch nicht jedermanns Sache, insbesondere wenn man die Fahrgewohnheiten der Vietnamesen kennt und Bedenken hat, sich dem so ganz ohne eigene Eingriffsmöglichkeiten auszuliefern.

Empfehlen können wir auch die meist günstigen Inlandsflüge. Schneller kann man die teils sehr großen Distanzen an der langen Küste Vietnams nicht überbrücken. Tipp dazu: eine Anfrage für einen solchen Inlandsflug bei der Hotelrezeption kann Bares sparen helfen. Auch flug.de oder skyscanner.de können nicht immer die tiefsten Preise anbieten. Unser Beispiel: Flug Nha Trang nach Da Nang. Im Web ab 282,- Euro. An der Rezeption unseres Hotels in Nha Trang konnten wir denselben Flug für 97,- US Dollar buchen!

 

Einen abwechslungsreichen Monat April wünschen Euch
die zwei Travelfilmer Thomas und Claudia