18. Juni 2026

Bali – Am Batur

Beim zweitgrößten Vulkan der Insel

Heute fahren wir die wohl längste Tagesstrecke unserer Bali-Rundreise. Es geht von Pemuteran nach Kintamani am Ufer des Batursee. Das sind ca. 120 Kilometer, wofür das Navi etwas mehr als drei Stunden veranschlagt.

Wang-Weng fährt die nahe der Balisee entlangführende Nationalstraße bis Boengkoelan und biegt dann nach links auf die Jalan Raya Keloncing in Richtung Mount Batur ab.

Auf dem Weg von Pemuteran nach Kintamani halten wir an einem Gemüseladen an.

In Kintamani – am Ufer des Batursee

Die Zufahrt ab Landstraße bis zum Hotel ist fast schon abenteuerlich, die (eigentlich) nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahren werden kann. Wir schlagen unserem Fahrer Wang-Weng vor, dass wir mit unseren Koffern die letzten Meter zu Fuß zum Hotel rollen. Schon weil es uns beinahe fast peinlich ist, ihn mit seinem Auto “dahingelockt” zu haben (wir wussten von einer derart schlechten Zufahrt natürlich auch nichts). Doch Wang-Weng will sich auch keine Blöße geben und meistert den Weg bis zum Hotel schließlich ohne Schrammen und Aufsetzer.

Wir stellten dort fest, dass im Umkreis weiter munter Ferienanlagen gebaut und erweitert werden, aber die Erschließung wird einfach vergessen.

Unser Hotelmanager der Villa Danu, Louis, hat für uns eine Tour mit Jeep und externen Fahrern zum Sonnenaufgang auf den Mount Batur gebucht, die wir bei ihm auch sofort bei Buchung via Visa-Card im Voraus bezahlten. Wir sollten am nächsten Morgen um 04:00 Uhr morgens im Hotel abgeholt werden.

Nachts, gegen 03:30 piept das Handy, Whatsapp-Nachricht von Louis:

Good Morning papa
The rain so bad
Can you do the tour tomorrow?
Louis sprach mich und Claudia (meist via WhatsApp) oft als “Papa” bzw. “Mama” an :-), was in Bali oft liebevoll von Jüngeren gegenüber Älteren benutzt wird.

Und ja, es regnete ja auch schon gestern und die ganze Nacht hindurch. Ich wollte mich deswegen lieber nur auf die andere Seite drehen und weiterschlafen und antwortete deshalb kurz und knapp:

Maybe. Let’s talk about it later.
For now we are sleeping longer

Da der Wetterbericht – für ganz Bali – nur noch Regen und Gewitter für die gesamte kommende Woche im Voraus meldete, bliesen wir unseren für eigentlich drei Nächte geplanten Aufenthalt am Batur einfach ab. Denn hier, an diesem Ort, wo wir waren, wussten wir nicht, was wir hier anstellen sollten, gerade auch noch bei Regenwetter.

Louis kümmerte sich um unsere Jeep-Tour-Anzahlung und gab uns die Bezahlung für diese in bar ganz unbürokratisch zurück. Die fehlenden zwei Nächte, die wir im Voraus via Internet-Agent bezahlt hatten, konnte er uns jedoch nicht zurückgeben, wofür er sich entschuldigte. Doch dies hatten wir sowieso nicht erwartet; es handelte sich auch um insgesamt 50 Euro für zwei Nächte mit Frühstück, das bringt uns sowieso nicht um.

Start Diashow am Batursee

Unsere Unterkunft am Batursee Claudia mit unserem “Herbergsvater” Louis

Auf dem Weg nach Sidemen

Anscheinend kann man vom Ufer des Batursees nicht mit einem der besonders preisgünstigen Taxis von Grap oder Uber abgeholt werden – zumindest erzählt Louis uns dies. Da wir sowieso keinen der beiden Dienstleister auf Bali je nutzten, ist es uns jetzt auch egal und wir fahren wie gewohnt mit einem (teureren, aber für uns nicht wirklich teuren) local Driver zu unserem nächsten Ziel: Sidemen.

Jedenfalls ist der lokale Fahrer sehr zugänglich, wie die anderen vor ihm ja auch schon, und erzählt uns gerne etwas über Bali, über sich und auch über seine Familie. Das hat uns schon immer gut gefallen, dass wir solche Einblicke bekommen und in diesem Zuge teilweise auch von uns erzählen.

Außerdem hält er sofort irgendwie an diesen schmalen Straßenrändern an, wenn wir glauben, während der Fahrt eine schöne Fotoperspektive erspäht zu haben. Sehr praktisch.

Claudia vor dem Hintergrund des Batur Blick entlang der Bebauung des Calderagürtels bis auf eine Ecke des Batursees

Er bringt uns zudem an schöne Aussichtspunkte, von denen man den Batur und/oder die schönen Reisfelder erstklassig überblicken kann. Dies sind zwar jeweils Restaurants, und wir wissen ja bereits, dass die Fahrer dafür eine geringe Prämie bekommen. Doch das ist zum einen nur ein kleiner Betrag und es stört uns darüber hinaus nicht. In Kintamani West, also nicht die Ortsteile unmittrelbar am Ufer des Batursee, gibt es eine ganze Reihe solcher Restaurants, die auf einem Bergkamm entlang der Straße gebaut wurden. Von da geht dann der Blick in die Caldera des Vulkans.

Der Batur übrigens steht selbst inmitten dieser Caldera, denn diese gehört (inkl. des Batursee) zu einem älteren, viel größeren, ja riesigen Vulkan, der die Gegend schon vor dem Batur unsicher machte. Inzwischen ist dieser “Alte” jedoch schon längst zur Ruhe gekommen. Der junge Batur jedoch ist immer noch aktiv. Alle paar Jahre stößt er Gase und Rauchwolken aus.

Zum Mittagessen hält der Fahrer am Lereng Agung Restaurant in Menanga. Die Preise rangieren im oberen Segment. Doch aus Deutschland sind wir Schlimmeres gewöhnt. Und das, ohne uns dabei an solch einmaligen Ausblick zu laben.

In einem Restaurant in Menanga, nahe Besakih

Bleibt in der Liebe, haltet zueinander und pflegt eure Kontakte!
Und: passt gut auf euch auf!
Eure Thomas und Claudia

 

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