Blume der Levante, Blume des Ostens, ist der Beiname, den die Venezianer dieser Trauminsel gegenüber der Westküste des Peloponnes gaben. In der Hauptsaison kann es auf der touristisch gut erschlossenen Insel voll werden, wovon besonders der Süden mit seinen schönen Sandstränden betroffen ist (Dafni Beach, Laganas). Die meisten Touristen benutzen den Kurznamen der Insel: Zante.
Entlang der Nordküste führt eine Straße vorbei an zerklüfteten Uferabschnitten. Von dort und auch von der Westküste gehen Boote, auf denen ihr die wunderschöne Blaue Grotte besichtigen könnt oder euch auch bis zum Shipwreck-Beach schippern lassen könnt.
Diese Bootstouren gehen auch vom Süden der Insel aus, doch wer langes Schaukeln in den relativ kleinen Booten vermeiden und die interessanten Orte im Norden “mitnehmen” will, der spart auch bares Geld bei der Bootsabfahrt weiter im Norden.
Beinahe zu schön – dieses Motiv ist den meisten Menschen bekannt, die jemals etwas über das Urlaubsland Griechenland gehört haben. Es ist der meistfotografierteste Strand des Landes überhaupt: der Shipwreck-Beach (Schiffswrack-Strand).
In Volimes
Viele schöne Ortschaften im Norden sind zu besichtigen: besonders in Volimes werden die gestickten Teppiche mit den Carettschildkrötenmotiven verkauft.
Bei Pigadakia findet ihr ein interessantes Freiluftmuseum, wo ihr über die Geschichte Menschen dieser Insel und deren Arbeit informiert werdet.
Ihr werdet viel entdecken und dabei zumindest jene Griechen kennenlernen, die ihre Familienbetriebe im Tourismusbereich, meist Tavernen, betreiben.
Und ihr werdet von deren Offenheit und Freundlichkeit überrascht sein.
Trotz der Sandstrände im Süden der Insel trage ich euch hier ein Anliegen vor: nutzt euren Urlaub auf dieser schönen Insel nicht nur für den reinen Badeaufenthalt.
Zum einen hat Zante viel zu viel zu bieten, als dass ihr es am Strand verpassen solltet.
Zum anderen stört das laute Treiben über die gesamten Strände die Meeresschildkröte Caretta Caretta, die seit Jahrtausenden genau dort ihre Eier ablegt. Viele Tiere trauen sich selbst nachts nicht mehr an die lauten, grell beleuchteten Strände und verlieren ihre Eier in ihrer Not im Meer, wo der Nachwuchs ungeboren stirbt.
Doch selbst nach der Eiablage sind die Eier durch den engen Tourismusbetrieb am Strand gefärdet und auch noch nach nächtlichen Schlüpfen der Jungtiere ist der Nachwuchs nicht sicher: oft „verlaufen“ sich die Schildkrötenkinder in die falsche Richtung und verenden dann in der Morgensonne: sie haben die Beleuchtung von Strand und Strandtavernen mit dem Mondschein verwechselt.
Vom Vorort Bocháli hat man einen wunderbaren Blick über den Hafen von Zakynthos-Stadt
Wer einmal anfängt, die teils wilden, oft sandigen und mitunter spektakulären Küsten der Insel zu fotografieren, der kann so bald nicht mehr aufhören.
Von der Inselhauptstadt Zante gehen mehrmals täglich Fähren nach Kefalonia und zum Peloponnes (nach Kyllini).
Hafen von Zante
Die Kirche Agios Nikolaos ist den Seefahrern gewidmet. Früher wurde sie auch als Leuchtfeuer genutzt.
Verbliebene Pechquelle bei Limni Keri
Der Fischerhafen bei Limni Keri
Im Süden gibt es Badestrände und damit leider auch die Konkurrenz zu den großen Meeresschildkröten Caretta Caretta, die dort ihre Eier ablegen. Es werden Ausflugstouren mit Booten angeboten, wo man die Schildkröten im Wasser sehen kann.
Diese beiden Zakynther Einwohner freuen sich, wenn sie auch euch bald auf ihrer Insel begrüßen können 🙂