13. August 2018

Tambari

Kinderbuch von Benno Pludra (1925 – 2014)

Kinder restaurieren gemeinsam einen alten Holzkutter

Als der alte Seemann Luden Dassow seinem Heimatort Koselin nach seinem Tod den Kutter Tambari mit einer Bedingung hinterläßt, ist man im Fischerdorf nicht begeistert.

Ludens Bedingung ist, das Boot darf nie verkauft werden. Und so rottet es vor sich hin. Der Junge Jan Töller freundete sich vor dem Tod des alten Luden mit ihm an. Nun drängt Jan auf eine Reparatur des alten Kahns. Er erreicht die Unterstützung der Erwachsenen zu bekommen, zumindest wenigstens die Erlaubnis, das Projekt mit seinen Freunden gemeinsam anzugehen.

Verglichen mit Lütt Matten und die weiße Muschel und Die Reise nach Sundevit liegt hier schon ein wesentlich umfangreicheres Kinderbuch vor: 372 Seiten, wenn auch die Schriftgröße kindgerecht groß gewählt wurde. Doch diese Seiten sind gefüllt mit spannenden Konflikten zwischen den Kindern, den Erwachsenen des Dorfes, den Kindern untereinander und letztlich auch den Erwachsenen untereinander.

Benno Pludra hat es wieder einmal verstanden, die Dinge aus Sicht der Kinder ver­ständ­lich sowohl für lesende Kinder und als auch für Erwachsene zu beschreiben. Für mich ein klares JA zu diesem Buch.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass Benno Pludra für mich der Siegfried Lenz für Kinder ist. Oder aber Siegfried Lenz der Benno Pludra für Erwachsene. Beide schaffen es durch ihre präzise Erzählweise, dass man glaubt, man sei wie in einem Film dabei (oder fühlt sich sogar selbst wie der Protagonist der Geschichte).


Weitere interessante Bücher hierzu: