Mission District und Haight-Ashbury

– 2. September –
Claudia wollte unbedingt die bekannten Murales, die Wandmalereien, im Mission District von San Francisco sehen. Es ist eines der größeren Viertel der Stadt. Der Taxifahrer kannte sich nicht so gut aus und setzte uns deshalb nicht gerade zentral ab. So kam es, dass wir einen ersten längeren Spaziergang machten, bevor wir in der Clarion Alley auf die ersten dieser Wandbilder stießen.

Oft stellen diese Murales Themen mit politischem Hintergrund dar. Oder ganze Comic-Bildergeschichten über Drogenmißbrauch. Die Einwohner hier – zum großen Teil lateinamerikanische Einwanderer – leben also mittlerweile inmitten wahrer Kunstgalerien.

Die Clarion Alley ist mehr ein schmaler Weg und macht wie viele der Nebenstraßen hier einen etwas schäbigen Eindruck. Doch immer wieder kommen wir an coolen Cafés vorbei. Besonders auffällig sind die reichlich vorhandenen mexikanischen Restaurants.

Irgendwann erreichen wir die Kreuzung Mission St./16th Street. Noch 800 Meter die Sixteenth Street westwärts und wir gelangen zur Namensgeberin dieses Stadtviertels, der Mission Dolores.

Hier war der Ursprung von allem: die Mission des heiligen Franz von Assisi, der wiederum zum Namensgeber der gesamten Stadt wurde. Mit dem Bau dieser Mission wurde 1776 die Stadt gegründet.

Die Einwohner im Mission District leben inzwischen inmitten wahrer Kunstgalerien!
Mission San Francisco de Asís

Mit einem der Oberleitungsbusse wechseln wir das Stadtgebiet und besuchen das Blumenkinderviertel, Haight-Ashbury. Wir treffen auf reichhaltige Spuren der 60er und 70er Jahre unseres vorigen Jahrhunderts. Denn von hier startete Ende der 1960er die Hippiebewegung. Zu Tausenden strömten im Jahre 1967 Blumenkinder aus aller Welt hier her. San Francisco avancierte über Nacht zur Hippiehauptstadt unter dem Motto «Make Love not War».

Haight-Ashbury – das Blumenkinderviertel

Blumig und farbenfroh ist es noch heute: der hübsche Stadtteil zählt nicht wenig farbenprächtige Geschäfte. Abseits der Einkaufstraße offenbart sich das Viertel recht bürgerlich mit seinen Schmuckstücken der viktorianischen Architektur.