Mitteldalmatien

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Über …

Mitteldalmatien erstreckt sich von Trogir bis ans Ende der Makarska Riviera im Südosten des Festlandes. Die drei größeren Inseln Šolta, Brać, Hvar gehören zu Mitteldalmatien und werden mit Ausnahme von Vis sehr gerne von Ausflugsschiffen angesteuert. Vis liegt abgelegen auf dem Meere und war zu Titos Zeiten militärisches Sperrgebiet. Die Insel ist deshalb touristisch nicht überlaufen, obwohl und gerade deshalb ist sie eines der schönsten Ziele für Wassersportler. Gegenüber des Inselortes Komiža liegt die kleinere Insel Biševo, auf der eine leuchtende blaue Grotte, durchaus vergleichbar mit der bekannteren auf Capri, die Besucher anzieht.

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29. Juli 2009

Šipanska Luka 2

Der Hafen ist voll, keine Boje frei, kein Platz an der Pier. Ankern im Hafenbecken ist unsere einzige Option als sich unerwartet eine Segelyacht aus der Gruppe der pierliegenden Schiffe löst und davonfährt. Die zurückgebliebenen Schiffe rücken sofort auf, die hinterlassene Lücke wird so eng, das ich gerade mal noch Platz für die Breite eines Kajaks entdecken kann. Fast möchte ich aufgeben und doch wieder zum Ankern ins Hafenbecken steuern, als der Marinero die Mooringleine hochzieht, auf den Booten links und rechts der schmalen Lücke die Besitzer ihre Fender ausrichten und mit Bootshaken bewaffnet an ihre Schiffsspitzen laufen. Ja, wenn das keine nette Einladung ist denke ich und steuere die Cleo mit ihrem Bug auf diesen schmalen Wasserpfad zu.

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27. Juli 2009

Seenothilfe für einen Lappen

Auf unserem Rückweg von Montenegro ziehen wir drei Vagabunden – Claudia, Cleo und meine Person – wieder in die bereits bekannte Bucht neben dem Hafen von Cavtat ein. Die Sonne scheint sowieso und wir fühlen uns begrüßt wie alte Bekannte. Was wir ja gewissermaßen auch sind. Eine leichte Brise weht uns entgegen, was auch unseren alten Scheuerlappen, der zum Trocknen an der Reling hängt, vergnügt hin und herschaukeln lässt.

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12. Juli 2009

Ausklarieren in Cavtat

Leider läßt sich Regen nicht wirklich fotografieren und deswegen kommt bei diesen Bildern Claudias Leistung gar nicht gebührend rüber. Sie ist durchnäßt von Gischt und Regen. Beim Film wird deswegen bei Außenaufnahmen mit Regen immer künstlicher Regen benutzt, selbst wenn es gerade „echt“ regnet. Um Claudia zu würdigen: hätte ich vom trockenen Salon aus noch zusätzlich mit dem Wasserschlauch ins Cockpit spritzen sollen?

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28. Juni 2009

Die Piraten von Omiš

Räubergeschichtenerzähler, werdet Ihr jetzt denken! Nun, Ihr habt recht, exakt das habe ich jetzt vor. Die Piraten von Omiš waren wahrlich keine Waisenknaben, so dass das Erzählen dieser Angelegenheit meiner kleinen Törngeschichte sicher einen abenteuerlichen Touch verleiht. Den kann ich mir doch nicht entgehen lassen! Also:

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27. Juni 2009

Split – die Stadt des Kaisers

Das sicher be­deu­tendste Römer­bau­werk Dalmatiens steht in Split: der Diokletians­palast. Der Alters­ruhe­sitz des Kaisers Diokletian lässt uns noch heute die Einzig­artig­keit dieser römischen Kaiser­stadt spüren. Die palmenbesetzte Promenade vor dem Palast lockt uns zwei Adriabummler zuvor erst einmal auf die geflochtenen Sessel eines schönes Cafés, das uns mit einem kaiserwürdigem Eisbecher verwöhnt. Nach dieser erfrischenden Stärkung betreten wir den Kaiserpalast durch das Seetor und finden uns in einem unterirdischen riesengroßen Kellergeschoss, über dem sich die kaiserlichen Gemächer befunden haben. Heute kann man in dem Gewölbe allerlei Nützliches und Unnützes erstehen. Man bekommt von jeder Sehenswürdigkeit der Stadt eine Miniaturausgabe für die Glasvitrine daheim.

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25. Juni 2009

Ein lebhafter Ort: Makarska

Der touristische Mittel­punkt der Makarska Riviera ist die lang­ge­streckte historische Hafen­stadt Makarska. Der einstige See­fahrer- und Fischer­ort zeigt einen fließenden Kontrast zwischen dem bis un­mit­telbar an die Küste heran­reichende Biokovo Gebirge und einem dichten Pinienwald, in dem die Grillen bis spät in die Nacht ihre Liebes­lieder trällern. Der schönste Moment des Tages ist, wenn wir nach getaner Arbeit in den Cafés und Musik­bars an der Hafen­promenade im Schatten von Palmen gemütlich sitzen. Wir nippen erfrischende Getränke und beobachten all die vorbei­flanierenden Leute. Die Gäste am Neben­tisch tun genau das gleiche. Und wiederum die an deren Nebentisch auch. Hier wird gesehen und sehen gelassen.

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24. Juni 2009

Ankunft in Makarska oder: Wie ich mein Ankergeschirr verliere

Das Meer ist spiegelglatt, weit und breit nicht einige einzige Welle. Es regt sich nicht der mindeste Windhauch. Unsere kroatische Gastlandflagge hängt lustlos herunter, manchmal leicht bewegt vom Fahrtwind, den sie einzig dem gleichmäßig brummenden Volvo Penta verdankt. Uns ist das gerade recht. Claudia hat es sich mit einer weichen Matte auf dem Vordeck gemütlich gemacht und ich sitze auf der Süllkante und studiere unsere Reiseführer. Wir befinden uns nach acht übernachtungen auf der Insel Hvar nun auf dem Wege zur Makarska Riviera. Der auf 60 Grad eingestellte Autopilot hält gelassen den Kurs durch die unbewegte See. Cleos Ziel ist das vor uns liegende so grandios aussehende Naturbild: das Biokovo-Massiv. Das Gebirge präsentiert sich von der Wasserseite her wie ein riesiger Steinkoloss, der auf der Seite liegend unserer Einfahrt in den Hafen von Makarska harrt.

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22. Juni 2009

Die andere Seite der Insel Hvar …

… ist genauso großartig wie die, die wir heute Mittag mit Wehmut verlassen haben. Die Fahrt auf dem Meere um die Insel herum war nicht so angenehm für uns zwei „Sonntags-Kaffee-Segler“. Etwa zwei Meter hohe Wellen bedeuten für unsere kleine Cleo schon eine beachtliche Anstrengung. Nicht das sie kentern könnte, nein. Jedoch ist das Rollen in den Wellen so gewaltig, dass das Schiff recht nass segelt und wir uns mit Mühe im Cockpit festhalten können. So sind wir glücklich nach fünf Stunden auf dem Meere den Hafen von Starigrad zu erreichen, von welchem wir mit abendlichem Sonnenschein empfangen werden. Im Hafen tanzen farbenprächtig bemalte Boote an den Leinen und wir lassen uns in einem Restaurant mit Live-Klaviermusik das Abendessen servieren. Und alles ist wieder gut!

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21. Juni 2009

Dann Hvar eben ohne Sonnenschein

Die Bora brachte noch keine Wetterverbesserung, es ist weiterhin grau und vernieselt. Die Hvar-Filmsequenzen drehe ich im Einheitsgrau. Wir beschließen gleichsam, den Besuch der Insel Vis und der blauen Grotte auf Biševo ins Wasser fallen zu lassen. Diese Sehenswürdigkeit ist schließlich überhaupt nur bei Sonnenstrahlen ein Ereignis. Unser nächstes Ziel ist Starigrad auf der anderen Seite der Insel.

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20. Juni 2009

Die Bora-Gewitternacht an der Boje

Abends auf dem Boot beobachten wir, wie das Pendeln von Cleo wieder stark zunimmt. Die Sonne hat bereits das Firmament verlassen, in der hereinbrechenden Dunkelheit verzichten wir auf das Suchen eins neuen Platzes. Das Pfeifen des Windes in den Masttops und Salings hat begonnen. Es ist Bora gemeldet, die den noch vorherrschenden Jugo vertreiben wird. Wir wissen das und freuen uns auch auf die Wetterverbesserung, die die Bora mit sich bringen wird. Doch vor dem Vergnügen wartet auf uns eine fast schlaflose Nacht. Wind und Wellen stürmen gemeinsam gegen die Seite des Schiffes. Das Boot zerrt an den Leinen, die zur Boje führen. Ich höre einen dumpfen Schlag von der Bordwand und laufe hinaus. Cleo wird eng an unseren Liegenachbar gedrückt. Die Heckleine ist straff über der Wasseroberfläche gespannt. Ich suche unsere Boje, wo der Bug festgemacht ist. Sie ist weg! Doch alle anderen Bojen sind auch weg, vom Wasser verschlungen. Eine kleine Spitze einer Boje schaut gelegentlich zwischen den Wellen heraus. Die Heckleine ziehe ich bei jedem kleinen Nachlassen der Böen Zentimeter für Zentimeter an. Dadurch gewinnen wir freien Raum zwischen Cleo und dem Motorschiff neben uns, durch den jetzt ein Wuseln von aufgeregten Fischen hüpft. Durchnässt und zufrieden mit meiner Arbeit verschwinde ich wieder im Innern des schaukelnden und zerrenden Rumpfes.

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17. Juni 2009

Die dicke Insel Brać

Niemals würde ich jemand beleidigen wollen, schon gar nicht, wenn er (besser: sie) so schön ist wie die Insel Brac. Dass sie die Dicke genannt wird, hebt sie ledig­lich von ihrer Schwester­insel Hvar ab, die wiederum die Lange ist und von uns später besucht werden wird.

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14. Juni 2009

An der Pier von Trogir

Cleo nähert sich der Stadt von Westen her. Die zuerst kaum wahrnehmbaren Umrisse des wuchtigen Kastellturms wachsen immer weiter bis wir schließlich von unserem Boot aus die gesamte prachtvolle Uferpromenade ausmachen. Die mediterranen Häuser lassen sich die Sonne auf ihre Fassaden scheinen und begrüßen unsere Einfahrt in den Kanal auf diese Weise in ihrer steinernen Stattlichkeit. Claudia ist bei diesem Anblick ganz aus dem Häuschen: „Thomas, ist das schön hier!“ Ein Pierhelfer bedeutet uns einen Platz vor einem mindestens 25 Meter langen Zweimaster unter französischer Flagge. Wie fast überall ist Cleo wieder einmal die kleinste der hier liegenden vier Segler.

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02. Juni 2009

Der Nationalpark Krka

Bei Anbruch eines neuen Morgens verlassen wir diese schöne Ankerbucht und fahren unter Motor nach Biograd. Das Frühstück genießen wir im Cockpit, während unser Autopilot für den richtigen Kurs in die Marina Kornati sorgt. Als wir kurz vor dem Hafen anlangen, haben wir unser Frühstück auch gerade beendet und bereiten alles für das Anlegemanöver vor.

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29. Mai 2009

In der Ankerbucht Zaklopica

Der nieder­ländische “Liege­nachbar” in der Marina Sukošan gab uns einen sehr guten Tipp für den Aufent­halt an der Süd­seite der Insel Pašman: eine Bucht mit dem mystischen Namen Zaklopica. Diese Bucht ist ein wirklich außer­gewöhn­licher Anker­platz. Umsäumt ist das blaue Wasser nur von Natur: karstiges Gestein, Macchiabewuchs und Kiefernbäume.

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27. Mai 2009

Die Marina Sukošan

Mit rauschender Bugsee und geblähtem Segel strebt Cleo der gegenüber liegenden Marina Sukošan zu. Ein herrlicher Segelwind bläst aus Süd/Südwest und wir mögen gar nicht so schnell unser viel zu nahes Ziel erreichen. Also absolvieren wir ein paar Wenden und schwelgen in der Segelei „auf der Stelle“, bevor wir dann doch in die größte Marina Kroatiens einlaufen. Hier geht alles streng nach Plan zu: bereits bei der Einfahrt weist uns ein am grünen Leuchtfeuer stehender Marinero mit der Hand eine Richtung, wobei er uns durch den Wind unverständliche Worte zuruft. Der zugewiesene Platz gefällt uns nicht sonderlich, denn er liegt unmittelbar neben der Tankstelle. Wir stellen uns also dumm und ändern den Kurs in Richtung schönerer Liegeplätze, worauf ein weiterer Marinero uns von der Tankstelle aus etwas zuruft, zu seinem Schlauchboot eilt, in das schwankende Gummigefährt springt und unser Boot ansteuert. Ich stoppe auf und wir klären hier im Hafenbecken bereits die geplante Dauer unseres Aufenthaltes, die Länge unseres Bootes und bekommen nach einem Handytelefonat des Helfers die Stegnummer 23 zugerufen, an welcher uns bereits ein weiterer Marinero erwarten würde. – Offenbar sollten wir gar nicht neben der Tankstelle liegen, sondern uns dort vom „zentralen Verteilungs-Marinero“ lediglich einen Liegeplatz zuweisen lassen.

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25. Mai 2009

In Kugljica auf der Insel Ugljan

Über manche Orte lässt sich nicht viel Aufsehenderregendes sagen und dennoch sind sie von gewisser Wichtigkeit für einen. Kugljica ist für uns genau solch ein Flecken. Wer kroatische Gelassenheit entdecken möchte und vom Rummel in Zadar oder dem geschäftigen Treiben in der Marina Dalmacia (Sukošan) genug hat, der ist im marinaähnlichen Hafen von Kugljica genau richtig.

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23. Mai 2009

Im Stadthafen von Zadar

Flagge der Republik Kroatien Norddalmatien beginnt etwa auf der Höhe der Stadt Zadar und zieht sich die Küste entlang über Šibenik bis hin zu Primošten. Deshalb zählen die Zwillingsinseln Ugljan und Pašman, Dugi Otok und die Kornaten zu diesen Raum. Das Revier bildet damit eines der beliebtesten Segelreviere der Adria.

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