Die Nord- und Südteile Ithakas sind in der Mitte nur durch einem schmalen “Steg” verbunden
Ithaka wurde bisher vom großen Tourismus noch nicht beeinflusst: Yachten erreichen die Insel und ein paar Rucksacktouristen. Einige Tagestouristen kommen manchmal vom gegenüberliegenden Kefalonia. So blieb die Insel wenig bevölkert.
Das pitoreske Fiskardo im Norden der Insel fehlt auf keinem Törnplan der Segler, die an Kefalonia vorüber segeln.
Kefalonia kennt viele verschiedene Schreibweisen: Kefalonia, Kefallonia, Cephalonia, … In Griechenland sind die Schreibweisen von Orts- und Inselnamen nicht immer einheitlich und manchmal ist etwas Fantasie gefragt.
Lefkáda beispielsweise heißt auch Lefkas, in alten Reiseführern fand ich für diese Insel auch den Namen Leukas.
Eine der kleinsten, doch reizvollsten bewohnten Inseln im Ionischen Meere ist zweifelsfrei die nur sieben Kilometer lange Insel Paxos. Im Westen werden euch die hohen Kalksteinklippen begeistern, deren auffälligste Formation das riesige Felsentor Tripitos im Süden ist.
Der Süden der Insel ist vom Badetourismus geprägt, der vor allem von den Briten dominiert wird. Das einst hübsche Dorf Benitses ist nicht mehr zu erkennen, genau wie ganz im Süden das alte Fischerdorf Kavos. Die Griechen scheinen sich mit den Gegebenheiten und den Touristenmassen mit ihrem lauten Nachtleben arrangiert zu haben.
Cricket hinterließen die Engländer den Korfioten. Nirgends sonst in Griechenland wird diesem Sport soviel Begeisterung beigemessen, ja wenn er in anderen Landesteilen überhaupt bekannt ist. So ist nur natürlich, dass die National Cricket Mannschaft beinahe einhundert Prozent des Teams von Korfu-Stadt entspricht.
Paleokastritsa im Nordwesten der Insel ist im Mai ein farbenfrohes Paradies: hier finden wir ein Kloster, in dessen Mauern die Mönche die leuchtendsten Blumen erblühen lassen.
Wer nach Korfu kommt, ist vom Besuch der Insel meist begeistert. Es sind vielleicht die vielen Oliven- und Zypressenbäume, die das Bild der Insel so fruchtbar erscheinen läßt. Die Vielseitigkeit der Landschaft mit schroffen Klippen an den Küsten neben breiten Sandstränden für die Badesaison, das bergige Innere mit dem Pantekrator und seinem weitem Blick bis ins albanische Land begeistern viele der hier Verweilenden.
Im Ionischen Meer, dem Teil des Mittelmeeres vor der Westküste Griechenlands, liegen Inseln, von denen die sieben größeren die Ionische Inseln genannt werden. Es sind Korfu (Kerkyra), Paxos, Lefkáda (Lefkas), Ithaka, Kefallonia, Zakynthos und Kythira.
Kythira liegt weit im Süden abseits von den anderen sechs und wird wegen ihrer abgelegenen geographischen Lage in einem späteren Abschnitt besucht. Die nördlichen sechs Inseln verbindet die gemeinsame venezianische Geschichte, sie unterscheiden sich sowohl landschaftlich als auch kulturell von den meisten anderen Regionen Griechenlands.
Eingang zu den historischen Ausgrabungen
Die Gründung Butrints beschrieb der römische Dichter Vergil vor über 2.000 Jahren in seiner Aeneis, in der er von der Flucht des Aeneas aus dem besiegten Troja nach Italien berichtete. Aeneas, der Gründer Roms, opferte den Göttern als Dankopfer für seine gelungene Flucht an der Küste zwischen dem Festland und Korfu einen Stier, der sich jedoch schwerverwundet losriss und die Lagune Richtung Festland durchschwamm. An der Küste brach das Tier tot zusammen. Dies als Götterzeichen gedeutet gründete Aeneas an dieser Stelle den Ort Butrint, was „verwundeter Stier“ bedeutet.
Sarandër ist sicher die albanische Stadt, die von uns Mitteleuropäern als erster Ort im kleinen Balkanstaat besucht wird. Das liegt daran, dass sie nur wenige Kilometer von der griechischen Urlaubsinsel entfernt liegt, einfach mit Ausflugsschiffen während eines Tagesausfluges von Korfu aus erreicht werden kann
und diese Touren von den meisten großen Reiseveranstaltern in den Urlaubshotels angeboten werden. Eine gute Gelegenheit, Tuchfühlung mit diesem unbekannten Land aufzunehmen.
Büste des Apoll in Butrint
Ja, Albanien ist ein europäisches Land, wenngleich in Mitteleuropa bisher noch kaum bekannt. Wunderschöne Landschaften mit faszinierenden Bergen kennzeichnen es. Über den Gipfeln kreisen die Adler. Deshalb heißt das kleine Land auf dem Balkan in der Landesprache Shqipëria – Land der Adler (). Wunderschöne Küsten mit steilen Felsen und Stränden ziehen sich entlang der Südadria, wo sich dann weiter südlich das Ionische Meer anschließt.
Das Ionische Meer erstreckt sich von der Mitte Albaniens bis hinunter an die Südspitze des griechischen Peloponnes. Im Westen klatschen die Wellen dieses Teils des Mittelmeeres an die Ostküste Siziliens und sie „kitzeln“ außerdem die Fußsohle Italiens. Dieser italienische Teil gehört jedoch nicht zu unserem Programm.
Reiseteilnehmer sind Claudia und ich, Thomas.
Die Reise dauerte zwei Monate, Reisebeginn ist der 30.04.2011, wo wir auf einer sechzehn-stündigen Fahrt mit der Fähre von Ancona bis nach Igoumenitsa gegenüber der Insel Korfu gelangen.
Daran schließen sich zwei Wochen Korfu an, dann drei Wochen Segeln entlang der Küsten der Ionischen Inseln.
Die letzten drei Wochen gehören dem westlichen Peloponnes sowie der Insel Kythera.
Während dieser Reise entstand der Film Entlang der Ionischen Küsten. Den Trailer dazu könnt ihr hier sehen:
Ferien in Lipizza hieß eine Fernsehserie, die wir als Kinder jeden Freitag Abend mit glänzenden Augen vor dem Fernsehgerät verfolgten. Penibel gaben wir acht, dass wir keine der insgesamt dreizehn Folgen verpassten. Die Handlung der Serie entwickelt sich wie bei Heimatfilmen üblich: Die siebzehnjährige Julka verbringt die Ferien bei ihrem Onkel Dimitri auf einem Gestüt …
Slowenien ist eine Republik in Europa, die an Italien, Österreich, Ungarn, Kroatien und die Adria grenzt. Das Land wurde am 1. Mai 2004 als eines von zehn Beitrittsländern ein Mitgliedstaat der Europäischen Union.
Das schreibt Wikipedia über dieses relativ kleine und bei uns doch recht unbekannte Land. Slowenien hat 46 km Küstenlinie an der Adria, die Slowenische Riviera.
Wieder in einem Boot!
Das hölzerne Boot schwebt an zwei starken Bändern über dem Wasser an der Segelschule. Senor Araldi schwenkt den Arm des Krans und lässt das Leihboot in das Wasser.
Lagune um Grado, im Hintergrund Barbana
Erklärung für alle, die den vorigen Abschnitt (Wieder festen Boden unter der Matratze) gelesen haben: Nein, wir sind nicht dem (dunklen) Alkohol verfallen. Nein, wir verbringen unsere sonnigen Tage nicht auf dem Balkon. Und nein – wir sind trotz dem Ende der Segelei lange noch nicht am Ende unserer Adriareise angekommen. Italien hat uns und wir haben Italien! Und slowenische Ziele warten auch noch auf ihre Entdeckung durch uns.
Porto Mandracchio im Stadtzentrum von Grado
„Wir haben gaaanz viel Gepäck. Bitte nicht erschrecken, wenn wir unsere Sachen jetzt reinschleppen. Und keine Sorge: wir ziehen in zwei Wochen wirklich wieder aus.“
Von Grado noch Aquileia fahren wir über einen Damm, der durch die Lagune führt.
„Das ist so wunderbar hier, da wollen wir nicht einfach nur durchfahren!“ antworte ich auf seine Frage, und Claudia drückt ihn mit ein paar technischen Erklärungen ihre Fotokamera in die Hand. Klar wollen wir ein Bild mit uns beiden drauf!
Bella Italia! Wegen unserem Unfall am Ankerplatz eine Nacht zuvor kommen wir jetzt schon früher nach Italien. Slowenien „überspringen“ wir quasi, werden es selbstverständlich nachholen. Denn es ist nicht weit von unserem ersten Anlaufpunkt in Grado. Aber lest selbst!
Das ist von unserem Verklicker übrig. Das Teil fand ich im Cockpit, wo es beim Einschlag gestern Nacht zufällig hingefallen ist.
Kaffee, Croissants, Marmelade. Alles steht bereit. Wir sind zu Gast bei Mertha, Henk und ihren Teenager Kindern Lena und René. Mit dem heißen Becher in der Hand sitzen wir da, unterhalten und freuen uns.
Sicher wäre alles ganz anders gekommen. Hätte ich nur nicht den kleinen Blitz übersehen, der im Wetterschaubild erkennbar war.
Hätte ich bloß auf dieses geringfügige Zeichen geachtet und nicht nur darauf, aus welcher Richtung der Wind kommt und wie stark er bläst.
Privlaka Kanal neben der Marina von Mali Lošinj
Am Sonntag wagen wir uns vom Schiff, denn es kommt an diesem Tag ja doch kein Handwerker. Und fahren mit unserem eigenen PKW, der die ganze Zeit brav in Mali Lošinj auf uns gewartet hat, zur Nachbarinsel Cres.
Eine braune Brühe läuft aus dem Motor
Der Wind weht eher schwach, wir kreuzen uns langsam nach Norden. Kein Zeitdruck beherrscht uns. In der kommenden Nacht wollen wir ankern. Ankerbuchten gibt es hier genügend. Auf Sestrunj oder Sverinac zum Beispiel. Als der Wind immer mehr nachlässt, nehmen wir den Motor zur Hilfe. Wir bewegen uns nahe dem Südzipfel von Sverinac, als unsere Nasen das Gefühl nicht loswerden, dass es etwas verschmort riecht. Schnüffelnd taste ich mich den Niedergang hinab. Dort meldet mein Riechkolben auch schon einen etwas stärkeren Schmorgeruch. Nach Entfernen der Niedergangstreppe sehe ich, dass es um den Motor herum leicht qualmt. Der Motor kocht. Die Wanne unter dem Motor ist voll mit dunkelbraunem Wasser. Was ist denn das nun schon wieder! Der Motor hatte doch schon zweimal seine Auszeit. Was will er denn jetzt?