Kalifornien – Wüste

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»Willkommen im Paradies« könnte ein Spruchband lauten, das über der Zufahrtstraße von Palm Springs hängt. Genauso fühlen wir uns bei der Ankunft : alles ist sauber und gepflegt, die braunen, herabhängenden Palmwedel der zahlreichen Palmen am Straßenrand sind an ihrer Unterkante fein säuberlich glatt geschnitten. Und als wir die Autotür öffnen: Wusch! – Die heiße Luft nimmt uns in Empfang.

Nur drei Stunden von LA entfernt hat sich das Klima also völlig geändert. Kein Wunder, dass diese Wüstenoase, deren Straßenzüge mit ordentlich geführten Geschäften (oft nicht ganz preiswert) die Hollywood-Prominzenz schon immer anzog: Ave Gardner, Rock Hudson hielten sich hier häufig auf. Aus beinahe unsichtbar angebrachten Rohrleitungen strömt von den Stämmen der Palmen ein kühler Sprühnebel, um die Bewohner und Gäste der Stadt zum Einkauf zu ermuntern.

Wer nicht gerade im September kommt, wenn die Seilgondel, die «Palm Springs Aerial Tramway», oben auf dem Jacinto Mountain gewartet wird, sollte es nicht verpassen, sich einen Blick von oben über die hier beginnene Mojawe Wüste zu gönnen. Man sieht auf Palm Springs und den Andreasgraben. Warme Sachen mitnehmen: in der Höhe von 2600 Metern ist es wiederum kalt!

Um Palm Springs herum finden sich Oasen, die besucht werden solllten. Mindestens eine der kleinen Wanderungen (oder Spaziergänge) durch einen der Indian Canyons sollte niemand auslassen. Geht vormittags, denn nachmittags ist es meist schon wieder viel zu heiß. Ihr werdet in den Schluchten auf Bäche und kleine Wasserfälle treffen.

Der Joshua Tree Nationalpark etwas weiter nördlich erreicht besondere Bekanntheit: die faszinierenden Bäume mit ihren wie Arme ausgebreiteten Ästen sind eigentlich keine Bäume, sondern gehören botanisch gesehen in die Gattung der Agavengewächse. Durch den Park führen Straßen an den interessanten Spotlights wie dem Barker Damm und dem Skull Rock vorüber.

Noch weiter im Norden erreicht man das Death Valley, wo die heißesten Temperaturen unserer Erde gemessen wurden. Es ist der trockenste Nationalpark in den USA. Ausreichend zu trinken mitnehmen und möglichst früh am Morgen starten. Die Hitze flimmert über dem heißen Gestein.

Geheimtipp (nur durch Zufall entdeckt, nicht im Reiseführer gefunden): betritt man das Tal von Westen her, dann kommt auch durch den winzigen Ort Death Valley Junction. Dort nicht verpassen: um 17:00 Uhr (oder nach Absprache) finden Führungen durch das Amargosa Opera House statt. Dort erfahrt ihr die faszinierende Geschichte der Ballerina Marta Beckett. Im angeschlossenen Amargosa Hotel kann man übernachten (nur wenige Zimmer!).

Wer uns kennt weiß, dass wir das Meer und die Küste über alles lieben. Doch wir müßten lügen, würden wir verneinen, dass diese kalifornische Wüste uns nicht völlig in ihren Bann gezogen hätte.


 

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