Kalifornien Nord

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Kalifornien, der drittgrößte Bundesstaat der USA ist riesig: seine Fläche übertrifft mit 424 Tausend Quadratkilometern die Fläche Deutschlands um 67 Tausend Quadratkilometer. Allerdings zählt Kalifornien nur etwa halb so viele Einwohner.

Wegen dieser Größe teilen wir es in Bereiche ein: Nord­kali­fornien umfaßt für uns Travel­filmer alle Gebiete nördlich von San Francisco. Fährt man von der früheren Hippie­stadt die Küste entlang nach Norden, dann kommt man zuerst durch das Mendocino County und kann in der kleinen Stadt Mendocino am Meer eine Kaffee­pause einlegen. Viel­leicht klingt Euch dann auch ein Lied im Ohr: der Hit Mendocino aus den Sechzigern vom Sir Douglas Quintett. In deutsch gesungen von Michael Holm.

Ebenfalls nur 45 Minuten nördlich von San Francisco: die bekanntesten Weingebiete der Vereinigten Staaten: Napa Valley, berühmt für seinen preisgekrönten Cabernet Sauvignon, und Sonoma County, wo man immer einen einladenden Platz an einem der Tische findet. Beides Orte, um durch die Weinberge zu spazieren, sich mit dem Land zu verbinden und mit den darauf lebenden und arbeitenden Winzern zu sprechen.

In Glen Ellen trifft der Reisende auf Spuren eines großen Abenteurers und Schriftstellers, der seine Liebe ebenso diesem Land schenkte und hier eine große Farm aufbaute: Jack London.

Auf dem Highway nah des Meeres nordwärts passiert man automatisch die Riesen der Küste: die Redwood Bäume im Humboldt Park. Die kalifornischen Küstenmammutbäume gehören mit Höhen von bis zu 110 m zu den größten Bäumen der Welt.

Nahe des Grenzgebiets zwischen Kalifornien und Oregon findet man die Redwood Haine von Jedediah Smith. Sie sind hell, offen und üppig und die landschaftlich schönsten, die es gibt. Die Farbe und Textur der Bäume, die Größe der Bäume sind un­gewöhn­lich ab­wechs­lungs­reich, was den Wald zu einem inte­res­santen Ort für Wanderer macht. Der Park weist auch einige Bäume von wirklich er­staun­licher Größe auf: viel­leicht nicht ganz so hoch wie die Redwoods im Süden, dafür dicker im Durchmesser.

Im Nordosten Kaliforniens kann man im Lassen Volcanic National Park immer noch aktive Vulkane erkunden. Den letzten Ausbruch gab es zwar schon 1917, aber kochende Schlamm­löcher, dampfende Schlote und heiße Quellen bei Bumpass Hell und an anderen Orten im Park weisen auf vulkanische Aktivitäten hin. Im Winter fallen hier oft bis zu 12 m Schnee. Gegen Mitte Juni sind die Straßen jedoch meist befahrbar und eröffnen dem Besucher mehr als 240 km Wanderwege.

Obwohl sich das kalifornische Central Valley beinahe die gesamte Längs­achse des Bundes­staates entlang­zieht, möchten wir dieses frucht­bare Gebiet hier beim Norden erwähnen. Die Entwicklung von Ranching und Land­wirtschaft im Tal ging nach dem Gold­rausch in Kalifornien im Jahr 1849 rasant voran. Aufgrund der Bewässerung durch zahl­reiche Dämme und Kanäle finden sich dort einige der reichsten land­wirtschaftl­ichen Flächen der Vereinigten Staaten.

Das Tal schenkt seinen Bewohnern mehr als 300 Pflanzen einschließ­lich Baum­wolle, Obst – Wein­trauben, Pfirsiche, Apri­kosen –, Getreide, ver­schiedene Nüsse wie Pistazien, Walnüsse und Mandeln, auch Gemüse. Mit etwa 300 Wachstums­tagen pro Jahr pro­duziert das Tal etwa ein Viertel der in den USA konsumierten Lebens­mittel. Zudem strotzt das Tal von reichen Erdöl- und Erdgasvorkommen.


 

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