Gran Canaria: Anreise

– Erster Tag –
Gran Canaria wird nach Fuerteventura und Lanzarote unsere dritte Insel für die Dreharbeiten zum neuen Film Entlang der Kanarischen Küsten. Reisezeit ist Mitte November. Gerade wenn es in Deutschland kalt zu werden droht, erweisen sich für viele Europäer die Kanaren als schöne Urlaubsdestination – insbesondere für Rentner.

Nun, Rentner sind wir noch nicht und so haben wir uns auch diesmal wieder Einiges vorgenommen. Gerade auf Gran Canaria gibt es viel mit der Kamera aufzunehmen. Geplant ist die Insel für den zweiten Teil unserer Archipel-Dokumentation, in einer Filmeinheit zusammen mit Lanzarote und Fuerteventura. Gran Canaria schätze ich vorab auf einen Anteil von 20-25 Minuten des insgesamt 45 Minuten langen Teiles (geplante Länge).

Wenige Häuser inmitten üppig grüner Plantagen
Hazienda inmitten der Bananenplantagen

Wir haben Glück: unser Flugzeug startet bereits um 05:05 Uhr vom Frankfurter Flughafen. Also liegt nach Ankunft auf der Insel noch der ganze Tag vor uns. Nach dreieinhalb Stunden Flug landen wir um 9:30 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen der Insel. Unsere Uhren stellen wir Mitteleuropäer um eine Stunde zurück, die Canarios “hinken” unserer Zeit also um eine Stunde hinterher. Man rechnet hier nach Greenwich-Zeit (Flughafen: ).

Nach dem Abholen unseres Mietwagens in der Nähe des Flughafens – ein Minibustransfer brachte uns zur Mietwagenstation – ging es in Richtung Arucas im Norden der Insel, in dessen Nähe wir ein Hotelzimmer an einer kleinen Hazienda inmitten der auf Gran Canaria so typischen Bananenplantagen beziehen.

Blick über eine Kleinstadt

Blick auf Arucas

Eine kleine Kröte schlucken wir noch: unser Auto erweist sich als eine alte abgedroschene Gurke. Die Kupplung kommt, wenn man das Pedal schon fast wieder los läßt, die Bremse erst, nachdem man beinahe das Bodenblech berührt, der Innenraum riecht unangenehm und auch sonst wollen wir mit diesem Fahrzeug nicht täglich zwei Wochen lang zusammen sein. Nach dem Auspacken fahre ich also zurück zum Flughafen (ca. 50 km) und bekomme ohne langes Palaver einen fast neuen Ford Fusion. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht und ich bin zufrieden, der extra Weg hat sich gelohnt.

Es ist warm, 25°, doch die Sonne scheint nur gelegentlich hinter den Wolken hervor. Für den Film möchten wir die Landschaft im Sonnenlicht einfangen und verbringen deshalb den ersten Tag – bzw. den Nachmittag des Tages auf dem Hotelgelände. Die Gelegenheit nutze ich, weitere Prospekte und Werbematerialien über die Insel zu studieren und sichte weitere interessante Gelegenheiten für unsere Filmarbeit.

Ein spitzer Vulkankegel ragt in der Ferne aus dem Wolken heraus
Vom Flugzeug aus gut sichtbar ragt in der Ferne der Teide auf der Insel Teneriffa aus dem Wolkenmeer