Gran Canaria: Terror? – Nein: Terór!

– Vierter Tag –
Auf dem nördlichen Teil Gran Canarias verspricht ein Ort den besonderen Flair, er ist noch einer der ursprünglichsten Orte auf der Insel. Diese Stadt trägt den Namen Terór (). Achtet auf den kleinen Unterschied in der Mitte des Wortes – dort steht nur ein einzelnes “r”! Also, nicht verwechseln . Diese Stadt werden wir heute besuchen, außerdem plane ich auch die Landschaft und Natur in der Gegend um den Ort zu besuchen.

Doch zuvor nutzen wir die etwas “faule Sonne” hier im Norden und besuchen eine sehr bekannte Rumfabrik, deren Produktionshallen in Arucas stehen. Der ein oder andere kennt vielleicht ihren Namen “Arehucas”, denn das Unternehmen exportiert seine Produkte auch nach Deutschland. International bekannt ist der Ron Añejo, ein langjährig gereifter Rum. Nach unserer Anmeldung beim Pförtnerhäuschen brauchen wir nicht lange zu warten, bis ein Mitarbeiter mit Deutschkenntnissen uns abholt, um uns den Betrieb zu zeigen. Unglaublich, welche Prominenten bisher schon diese Destillerie besuchten und ihre Namenszüge auf den Rumfässern aus Eichenholz hinterließen: Tom Jones, Placido Domingo, Julio Iglesias. Auch unser ehemaliger Kanzler Willy Brandt lernte die Brennhallen seinerzeit kennen. Eine kleine Auswahl Rum, besonders den süßen Honigrum (Ron con miel), nehmen wir als Mitbringsel mit.

 

Der Hof des Betriebs, und Gebäude mit einem hohem Schornstein Rumfass mit Unterschrift von Pacido Domingo Willy Brandt bei der Unterschrift
Die Rumdestillerie “Arehucas” Natürlich mit Noten: das Autogramm von Placido Domingo Willy Brandt auf Gran Canaria

Eine halbe Stunde brauchen wir etwa von Arucas bis Terór. In dem Ort muss man erst mal einen Parkplatz finden! Doch schließlich haben wir Glück.

In der Kirche Nuestra Señora del Pino wird die Schutzheilige Gran Canarias, die Jungfrau Virgen del pino, angebetet. Sie blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Gläubigen. Der Rundgang die Treppe hinter dem Altar hinauf zur Virgin und in das winzige angeschlossene Museum kostet einen kleinen Obolus. Wir haben Montag und die Kirche öffnet von 13:00 bis 15:00 Uhr. Es ist noch Vormittag, doch das macht nichts, da wir auf dem Platz vor der Kirche sowieso einen Kaffee trinken und – wieder einmal – auf das Sonnenlicht warten. Denn die Häuser im Ort, besonders auf der Calle Real de la Placa brillieren mit ihren prachtvollen Balkonen und den auffälligen Farben. Diese Kolonialarchitektur gemischt mit der richtigen Beleuchtung ergibt brillante Fotos.

Schöne Gebäude; im Vordergrund ein Tulpenbaum
Spanischer Hilbalkon   Straßenzeile mit wunderschönen zweitetagigen Gebäuden
Terór: einer der schönsten Orte der Insel, Musterbeispiel für Ursprünglichkeit auf den Kanaren
Jungfrau aus lackiertem Holz mit Kind im Arm Kathedrale bei Nacht
Die Virgin del pino in Terór Arucas Kathedrale Juan Bautista aus dunklen Aruca-Basalt. Sie wurde Johannes dem Täufer geweiht.

Gegen 16:30 Uhr verabschieden wir uns von dem Ort, und verbringen den restlichen Nachmittag im und rund ums Hotel. Am Abend ziehen wir noch einmal los in das nächtliche Arucas. Wo waren die Menschen eigentlich den ganzen Tag über? Denn ab Eintritt der Dunkelheit erwacht die ganze Insel hier vor der berühmten Kathedrale, die schmalen Gassen werden von PKW’s in Kolonnen durchstreift. Kindergeschrei vertont das lebhafte Spiel des Nachwuchses.